(C) Das Fischerboot

Früher zirkulierten zwei Arten von Booten auf unseren Seen: das Frachtboot (das sogenannte barcón, pòrt oder cumbàl auf dem Luganersee) und das Fischerboot. Dieses wird heute allgemein als barca a arción erwähnt und hatte verschieden Namen und Bautypen.

Auf dem Luganersee hiess es navétt oder barchétt, auf dem Langensee triass, die Seiten waren höher und die Form gedrungener. Auf dem Comersee verwendete man zum Fischen das nàav oder navètt, das batèll und das Neueste das canòtt da pèsca. Mit Ausnahme des Letztgenannten waren alle andern mit hölzernen Bogen ausgestattet, um zum Schutz ein Tuch darüber zu spannen, sogenannte arcion auf dem Luganersee und mantáula auf dem Comersee.

Der Name  "Lucia " wird heute häufig für diese Art Boot mit Verdeck verwendet. Es ist eine falsche Bezeichnung, die erst vor kurzem eingeführt wurde.

Gemeinsames Merkmal der Fischerboote war der grosse und flache Boden, um den Fischern die Beweglichkeit zu erleichtern und ihnen zu ermöglichen, die Nächte an Bord zu verbringen, die Netze bewachend und darauf wartend, sie einziehen zu können. Diese Form verlieh dem Boot eine extreme Manövrierfähigkeit, es konnte leicht um sich drehen und erleichterte das Einsteigen und das Laden von Tieren und Gegenständen.

Alle diese Boote waren meistens mit einem einzigen Paar Ruder ausgestattet, die aber in vier oder sogar sechs bestehenden Rudergabeln gelegt werden konnten. In der ältesten Form wurden die Pflöcke paarweise nebeneinander platziert (tremión). Man ruderte stehend mit Blick auf den Bug, eher vorn, wenn das Boot leer war und hinten bei vorhandener Last.

Heute wird das Ruder durch den Motor ersetzt. Für den Fischfang benutzt man Boote aus Aluminium oder das sogenannte  "Pilot-Boot", ein kleines Kabinenboot, das speziell zur Ausübung bestimmter Fangmethoden gebaut wird. Aber das meist benutzte Boot unserer See-Fischer, Amateure und Profis, ist das Boot "Gandria". Von diesem existieren zwei ganz unterschiedliche Modelle, eines von ca. 330 kg, das andere leichter. Dieses Boot besteht aus synthetischen Glasfasern und benötigt deshalb keinen grossen Unterhalt.

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